Lamanoc Island

Einige Kilometer nach Anda kommen wir am Startpunkt unserer Lamanoc Island Mystic Tour an. Zu Beginn überqueren wir eine lange Bambus-Brücke die über einen Mangroven-Wald führt. Hier hat man genügend Zeit die Wurzeln dieser faszinierenden Bäume zu studieren sowie die Tiere zu beobachten die dazwischen leben.
Am Ende der Brücke erreicht man ein Häuschen auf Stelzen, dort wird man von Bankas abgeholt, und nach einer kurzen Überfahrt nur wenige Zentimeter über der Meeresoberfläche erreicht man Lamanoc Point. Bei Bankas handelt es sich um kleine Holzboote die von den Fischern schon seit Jahrhunderten verwendet werden.
Am Lamanoc Point findet man nicht nur ein wunderschönes Naturgebiet mit vielen verschiedenen Pflanzen- und Tierarten, inklusive einiger einheimischen Affenarten, Lamanoc Point ist ebenfalls mit einer langen mystischen Geschichte verbunden. Vor der Kolonialzeit galt es als heiliger Platz an dem lokale Priester und Medizinmänner (baylan oder tambalan) ihre Opfergaben an die Naturgeister (diwata) übergaben und damit für eine gute Ernte oder reichlichen Fischfang baten. Diese Praktiken wurden noch lange nach der Verbreitung des Katholozismum durch die Spanier weitergeführt, jedoch wurden die traditionellen Bräuche mit den neuen Lehren vermischt. Die mystische Atmosphäre an diesem Ort wird durch die vielen Balete Bäume mit den zahlreichen knorrigen Wurzeln noch verstärkt.
graveEinige der Höhlen wurden früher als Grabstätte benutzt und man kann nach wie vor die Überreste einiger sogenannter „Bootssärge“ finden, Särge die aus aufgehöhlten Baumstämmen hergestellt wurden, ähnlich der Herstellung von Fischerbooten. Zudem sieht man ebenfalls noch Tonkrüge die leider von Schatzräubern zerbrochen wurden weil sie darin Gold vermuteten. Alles was sie jedoch gefunden haben waren menschliche Überreste, und durch das Beschädigen der Tonkrüge wurden die Grabstätten entweiht und ein grosser Teil des Kulturerbes zersört.

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In den Höhlen sind ebenfalls noch prähistorische Wandmalereien zu entdecken, die von den Menschen früher mit Hämatit-Pigmenten (rotes Eisenoxid) mit den Fingern gemalt wurden. Ein lokaler Glaube sagt, dass diese Farbe das Blut von Piraten war die von Engeln umgebracht wurden.
Auch die Natur hat ihre künstlerische Art bewiesen mit einigen interessanten Formationen von Stalaktiten und Stalagmiten, inklusiver einer ganzen Reihe Stalaktiten die den Eindruck von Haifisch-Zähnen geben. Eine andere Seltenheit ist eine Mördermuschel eingebettet in einen Fels. Dies zeigt deutlich dass diesse Felsen in der Vergangenheit aus dem Meer erhoben wurden. Dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist hat sich dramatisch gezeigt während des Erdbebens am 15. Oktober 2013, als Punta Cruz, welches auf der gegenüberliegenden Seite von Bohol liegt, mehr als einen Meter erhoben wurde. Dadurch ist die Küste um 50 – 100 Meter zurückgegangen. Nach so einem Ereignis beginnt das Meer die relativ weichen Felsen zu erodieren, was zu den typischen überhängenden Wänden führt die man auf der Insel Lamanoc bewundern kann.

Preis: € 20.00

Alle Touren sind inklusive Fahrzeug und Guide, maximale Anzahl per Fahrzeug sind vier Personen.
Eintrittsgebühren, Trinkgelder und Mittagessen sind nicht inbegriffen, ein Imbiss kann auf Anfrage vorbereitet werden.

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